Demenz Wohngemeinschaft – Rheinstraße Duisburg

Die meisten Menschen, bei denen eine Demenzerkrankung diagnostiziert wurde, können noch eine ganze Weile mit der Unterstützung von Angehörigen und Freunden in ihren eigenen vier Wänden wohnen. Die betroffenen Menschen sind körperlich meist fit und können eigentlich ein normales Leben führen – vorausgesetzt sie erhalten die Hilfestellung, die sie, je nach Intensität der Erkrankung, benötigen. Dennoch: Je früher eine realistische Entscheidung getroffen wird, wie und in welchem Wohnformat die betroffenen Personen ihren Lebensabend auch langfristig verbringen können, desto besser. Denn ein Umzug und die Gewöhnung an eine neue Umgebung fallen leichter, wenn die Krankheit noch nicht so weit fortgeschritten ist.

Die bonafide Immobilien GmbH hat es sich zur Aufgabe gemacht, Häuser, die speziell auf die Bedürfnisse von Wohngemeinschaften für demente Menschen zugeschnitten sind, gemeinsam mit einem erfahrenen Partner als Betreiber zu realisieren. Sie offerieren so eine Alternative zu oftmals überlasteten und durch rationalisierten Altenheimen und schafft lebenswerten, auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmten Wohnraum mit einem möglichst hohen Wohlfühlfaktor für alle Beteiligten.

Die bonafide geht mit ihrer Idee in Serie und startet nach dem Konzept in Essen, Köln und Düsseldorf jetzt in Duisburg.

Duisburg Makrolage

 

An der Mündung der Ruhr in den Rhein liegt Duisburg, seit 1873 kreisfreie Stadt und mit 502.694 Einwohnern1 zur Zeit auf Platz 15 der Liste der größten Städte Deutschlands. Auf 233 km² erstrecken sich die sieben Bezirke mit ihren 46 Ortsteilen. Die Metropolregion Rhein-Ruhr zählt insgesamt rund zehn Millionen Einwohner und ist somit die bevölkerungsreichste Metropolregion Deutschlands.
Die Hauptmotoren der Wirtschaft in Duisburg sind die Stahlindustrie und der Binnenhafen. Mit ThyssenKrupp Steel, Hüttenwerke Krupp-Mannesmann und ArcelorMittal Ruhrort ist Duisburg Deutschlands bedeutendster Stahlstandort und zudem der zweitgrößte der Welt. Alle sieben verbliebenen Hochöfen des Ruhrgebiets stehen heute in Duisburg. Auch der Binnenhafen gilt als der weltweit größte seiner Art. Sein Mittelpunkt liegt im Bereich der Mündung der Ruhr in den Rhein, wo bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts der erste Ruhrorter Hafen geschaffen wurde. 133 Millionen Tonnen Güter werden in den 21 Hafenbecken und den privaten Hafenanlagen verschiedener Unternehmen jährlich umgeschlagen, das sind nur rund vier Prozent weniger als im Hamburger Hafen.

Weitere wichtige Wirtschaftszweige stellen die Papier- und die chemische Industrie, Hersteller von Präzisionsinstrumenten und Unternehmen des Anlagen-, Maschinen- und Schiffbaus und der Nahrungs- und Genussmittelindustrie dar. Bis in die 1960er Jahre bezeichnete man die Region um den Innenhafen aufgrund der Vielzahl an Getreidesilos als “Brotkorb des Ruhrgebiets”. Im “Garten der Erinnerung”, welcher gemeinsam mit dem Altstadtpark das Erscheinungsbild des Innenhafengeländes prägt, wird die besondere Bedeutung des Innenhafens und die Industriegeschichte der Stadt aufgearbeitet. Das Gelände ist bei Duisburgern und Gästen gleichermaßen beliebt. Zwischen Resten abgerissener Lagerhallen wachsen hier Weizen und verschiedene Gräser und erinnern damit an den Spitznamen aus der Vergangenheit. An diesen Grünflächen liegt auch die Duisburger Synagoge, deren monolithische Architektur einem aufgefächerten Buch ähnelt. Doch nicht nur am ehemaligen Hafen gibt es viel zu erkunden. Gleich zwei Botanische Gärten verschönern das Duisburger Stadtbild: der 1890 in Kaiserberg gegründete ist der Ältere, der 1905 in Hamborn angelegte der Größere. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die begehbare, achterbahnähnliche Skulptur “Tiger & Turtle – Magic Mountain”, die 2011 eröffnet wurde.
Rund um ein stillgelegtes Hüttenwerk in Duisburg-Meiderich entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscher Park der Landschaftspark Duisburg-Nord. Dieser liebevoll als LaPaDu bezeichnete, 180 Hektar große Park, beherbergt in den umgestalteten Werksgebäuden u.a. eine Veranstaltungshalle, eine Jugendherberge und einen Klettergarten. 1.019.391 Besucher und 800 Vermietungen zählte der Park 2016.

Duisburg Alt-Homberg Mikrolage

Alt-Homberg ist ein linksrheinischer Stadtteil Duisburgs im Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl und zählt und 15.000 Einwohner. Trotz der Eingemeindung in die Großstadt Duisburg 1975, hat sich Alt-Homberg noch bis heute etwas von seinem alten Kleinstadt-Flair behalten. Als Rheinübergang sicherten sich bereits die Römer das Gebiet, welches Ende des 4. Jahrhunderts durch die germanischen Franken ü bernommen wurde. Aus den germanischen Silben Hohon und Berka – was so viel bedeutet wie “höher am Wasser, flussauf-wärts gelegener Ort” – entstand der heutige Name als Gegenstück zu Berka, dem heutigen Rheinberg. Im Mittelalter lag in Alt-Homberg der Ausgangspunkt des Westfälischen Hellwegs, einer wichtigen Wirtschaftsstraße, welche Pilgern zudem als Zubringer zum Jakobsweg nach Santiago de Compostela diente.

Das Grundstück, auf welchem das vorgestellte Bauprojekt realisiert werden soll, liegt nur drei Gehminuten vom Rhein entfernt in einer ruhigen Wohnlage Hombergs. In unmittelbarer Nähe liegen verschiedene Einkaufsmöglichkeiten und auch ein Gymnasium, eine Grundschule und ein Sportpark sind in wenigen Minuten fußläufig erreichbar. Alt-Hombergs Fußgängerzone mit ihrer Vielzahl an Geschäften und Restaurants kann ebenfalls zügig erreicht werden.

Das Projekt

In der Rheinstraße 26/28, in 47198 Duisburg, werden zwei Baukörper mit insgesamt 20 Wohneinheiten und einer Wohnfläche von insgesamt rund 2.050 m² errichtet.
Zwei der Wohneinheiten werden als Wohngemeinschaften für demente Menschen ausgestaltet und jeweils zehn Bewohner aufnehmen. Die Schlafzimmer und die gemeinschaftliche Wohnküche je Wohngemeinschaft werden sich auf insgesamt 360 m² erstrecken.

Das Konzept ermöglicht eine intensivere Betreuung der Bewohner, da der für die Betreuung vorgesehene ambulante Pflegedienst nicht mehr von Patient zu Patient fahren muss, sondern alle Patienten an einem Ort vorfindet. Durch die eingesparte Fahrzeit haben die Pflegekräfte deutlich mehr Zeit für die Bewohner. Gleichzeitig organisieren die Bewohner ihren Alltag gemeinschaftlich und unterstützen sich gegenseitig, wodurch sie weiterhin in Gemeinschaft ein selbstbestimmtes Leben führen können. Jeder Bewohner zahlt in diesem Konzept seinen Anteil an den in der Gemeinschaft entstehenden Gesamtkosten. Reicht dies nicht aus, unterstützt der Staat, sodass niemand aus dieser Wohnform ausgeschlossen wird. Durch das Pflegegesetz wurde festgelegt, dass diese Wohnform gegenüber der stationären Pflege bevorzugt gefördert wird.

Die Wohnungen werden Wohnflächen zwischen 47 m² und 107 m² aufweisen. Zusätzlich entstehen 20 (Außen-) Stellplätze. Das Bauvorhaben wurde durch die Stadt Duisburg – Amt für Soziales und Wohnen – in das Mietwohnungsbauprogramm 2016 des Landes Nordrhein-Westfalen eingebunden. Insgesamt hat die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland in den vergangenen Jahren stark abgenommen, während der Bedarf stark angestiegen ist. Eine genehmigte Bauvoranfrage für das Objekt liegt vor. Die Förderfinanzierung für sozialen Wohnungsbau wurde bei der NRW.Bank beantragt.